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Der Begriff Hochsensibilität


Filterschwäche oder Wahrnehmungsbegabung?

 

Einige Informationen zum

Begriff Hochsensibilität


Das Konstrukt der Hochsensibilität wurde 1997 von der amerikanischen Psychologin Elaine Aron eingeführt. Es beschreibt ein Temperamentsmerkmal mit höherer sensorischer Verarbeitungssensitivität.

Hochsensible Menschen nehmen also mehr Reize wahr (niedrige sensorische Reizschwelle) und verarbeiten diese tiefer (leichte Erregbarkeit). Hinzu kommt die dritte Säule (ästhetische Sensibilität), die hochsensible Menschen ein starkes Bild haben lässt, wie Dinge zu sein haben.

 

Da es bei Hochsensibilität um die Sinneswahrnehmung und nicht um emotionale Sensibilität geht, wäre der Begriff Hochsensitivität oder Verarbeitungssensitivität die bessere Übersetzung des englischen Begriffs sensory-processing sensitivity gewesen. Im Deutschen hat sich jedoch der Begriff Hochsensibilität etabliert.

 

Der erste Teil des Begriffs hoch meint einfach ein Mehr als der Durchschnitt, ist aber keineswegs wertend z.B. im Sinne von besser zu verstehen. Er beschreibt, dass hochsensible Menschen mehr Sinneseindrücke erfassen als viele andere. Vermutlich entsteht dies aber dadurch, das bei ihnen weniger Reize im Gehirn ausgefiltert werden. Dieses Phänomen wird manchmal Filterschwäche genannt. Hierbei liegt die Betonung auf dem Defizit und beschreibt eher ein Weniger. Im Gegensatz dazu ist in der Populärwissenschaft der bejahende Begriff Wahrnehmungsbegabung  für Hochsensibilität entstanden.

 

Es gibt also Begriffe, die eher die Nachteile von Hochsensibilität betonen und solche, die die Stärken von Hochsensibilität in den Fokus nehmen. Für mich steht der Begriff Hochsensibilität neutral zwischen diesen beiden Positionen.

 


Praxis für Hochsensibilität Kiel

 

Linnea Carstensen

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

 

Praxis für Hochsensibilität

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