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Entspannung für extrovertierte Hochsensible


Warum es extrovertierten Hochsensiblen schwer fällt zur Ruhe zu kommen und warum Fernsehen eine gute Idee ist

Extrovertierte Hochsensible brauchen, um sich wohl zu fühlen, sowohl Unterhaltung als auch ausreichend Erholungsphasen. Einige extrovertierte Hochsensible gönnen sich aber gar keine Erholung oder wissen nicht, wie sie entspannen können. Dann droht dauerhafte Erschöpfung und Burnout. Aber wie kommt es dazu? Und warum fällt es gerade den extrovertierteren Hochsensiblen so schwer zur Ruhe zu kommen?

Meiner Erfahrung nach ist es so, dass extrovertierte Hochsensible sich in reizintensiven Situationen sehr wohl fühlen. Während introvertiertere Menschen sich zum Beispiel auf einer Feier schnell unwohl fühlen und das Bedürfnis nach Ruhe spüren, merken Extrovertierte dies in der Situation nicht. Bei ihnen kommt das Gefühl der Überreizung erst, wenn sie zur Ruhe kommen, also zum Beispiel auf dem Heimweg oder zu Hause. Diese Überreizung ist wie eine Nachverarbeitung der vielen Eindrücke und kann so unangenehm sein, dass extrovertierte Hochsensible es vermeiden zur Ruhe zu kommen. Sie mögen dann zum Beispiel die Feier nicht rechtzeitig verlassen oder suchen sich immer mehr Reize, weil sie sich erst in reizarmen Situationen nach aufregenden Situationen unwohl fühlen.    
Dabei benötigen sie genau wie andere hochsensible Menschen genug Erholung, um Reize zu verarbeiten. Eindrücke, die in der Situation nicht verarbeitet werden können, stauen sich sozusagen und werden dann im Nachhinein verarbeitet. Man könnte sich vorstellen, als müssten wie bei einem Computer zum Herunterfahren alle noch geöffneten Programme geschlossen werden.

Aber wie entspannt man am Besten? Dafür hat wohl jeder seine eigene Methode: spazieren gehen, auf dem Sofa liegen, duschen, essen, schlafen, stricken oder Sport machen.
Für die meisten ist dabei ein mittleres Reizniveau angenehmer als ohne Reize zur Ruhe zu kommen. In Stille beim Meditieren
zum Beispiel kann die Überreizung zu unangenehm sein. Angenehmer kann es zum Beispiel sein, sich eine bekannte Serie anzuschauen. Der Kopf ist dabei etwas beschäftigt und kann dann entspannen. Wer dabei ein schlechtes Gewissen hat, weil Fernsehen angeblich gerade für  Hochsensible problematisch sein soll, kann es ja mal mit Podcasts probieren.

 


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Linnea Carstensen

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

 

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