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Gesprächsgruppe: Sehen

 

Liebe Gesprächsgruppe,

 

Auch das Sehen macht vielen Hochsensiblen besondere Freude und besondere Probleme.
Hochsensible haben eine stark ausgeprägte optische Feinwahrnehmung und sehen dadurch Einzelheiten und Unterschiede, die anderen verborgen bleiben. Dies kann in neuen oder sehr reizintensiven Umgebungen schnell zu Überstimulation führen. Außer den einfachen optischen Reizen, machen grelles oder blitzendes Licht, sowie im weitesten Sinne optische Ungereimtheiten, wie Unordnung, Farbzusammenstellungen oder ähnliches, einigen hochsensiblen Menschen Probleme. Die visuelle Wahrnehmung wird außerdem durch die „emotionale Gestimmheit“ beeinflusst. So wird grelles Licht in anstrengenden Situationen als besonders unangenehmer wahrgenommen. Die ausgeprägte optische Wahrnehmung lässt Hochsensible aber auch den Überblick behalten oder sich an wichtige Einzelheiten erinnern.

In der Gruppe wurde uns eine besonders schöne Art des intensiven Sehens geteilt: Das „Farbentrinken“. Dabei sucht man sich im Museum ein Bild mit einer besonders ansprechenden Farbe und nimmt diese eine Zeit lang in sich auf, lässt sich von ihr füllen und aufladen.
Außerdem ging es um die Auswirkungen des Lichtspektrums auf unseren Organismus. Blaues Licht macht uns wach, rötliches lässt uns müde werden. Der hohe Blauanteil im Licht von Laptops, Smartphones und Tablets verhindert die Produktion des Schlafhormons Melatonin und kann zu Schlafstörungen führen. Mit Apps kann der Blauanteil gesenkt werden. Tageslichtlampen und Home-Licht-Systeme ermöglichen es, sich die Vorteile des Lichts zu Nutze zu machen. Einige aus der Gruppe haben gute Erfahrungen damit gemacht, sich das Licht zur Situation passend einzustellen.
Als besonders störend werden blinkende Lichtreize wahrgenommen. Gegen blinkende Werbung auf Internetseiten hilft ein Pop-Up-Blocker wie AdBlock.
Wer nachts empfindlich auf das Licht der entgegenkommende Autos ist, kann sich mit einer gelb getönte Brille helfen.

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Praxis für Hochsensibilität Kiel

Praxis für Hochsensibilität

Linnea Carstensen

Heilpraktikerin für Psychotherapie

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