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Gesprächsgruppe: Fühlen

Fühlen

Der Tastsinn des Körpers wird in der Humanbiologie meist in zwei Bereiche unterteilt, den eigentlichen Tastsinn, auch Hautsinn oder Mechanorezeption genannt und die Tiefensensibilität. Mit dem Tastsinn werden über die Haut haptische, taktile und thermische Reize wahrgenommen. Das heißt, die Haut nimmt Druck-, Berührungs-, Vibrations- und Kitzelempfindungen sowie Temperaturen wahr. Für einige HSM sind besonders taktile Reize, zum Beispiel eine leichte, dauerhafte Reizung durch bestimmte Kleidung auf der Haut, unerträglich. Aber auch thermische Reize können HSM stark beeinträchtigen. So führt Zugluft oftmals zu Kopfschmerzen oder Nervenschmerzen in Armen, Rücken und Nacken. Haptische Reize sind weniger problematisch, da das Ertasten von Gegenständen meist aktiv geschieht. Selbstgesteuerte Reize sind kontrollierbar und führen daher seltener zu Überreizung, als fremdgesteuerte.

 

Zu den Organen der Tiefensensibilität zählen Sehnen, Muskeln und Gelenke. Tiefensensibilität orientiert über die Stellung der Gliedmaßen zueinander, sowie über die Bewegungen der Gelenke, die Richtung und Geschwindigkeit der Bewegungen und die dafür benötigte Kraft. Eine feinere Wahrnehmung führt zu einem guten Körpergefühl. Zur Überreizung kommt es hier kaum. Zu den körperinneren Systemen gehören außerdem Modalitäten, die über den Zustand des Organismus informieren, unter anderem über Durst und Hunger. Diese Reize können bei HSM besonders intensiv sein. Viele HSM können zum Beispiel Hunger nur in geringem Maße aushalten. Anhaltendes Hungergefühl kann zu Unausgeglichenheit, Konzentrationsschwäche oder Aggression führen.

 

Verstärkte Tiefensensibilität kann dazu führen, dass die eigenen Körperprozesse oder Organe intensiver wahrgenommen werden. Der hochsensible Körper sagt eventuell sehr rechtzeitig Bescheid, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Beim Arzt heißt es dann leider oft, sie haben Nichts.

In der Gesprächsgruppe sprachen wir auch über Kitzligkeit. Viele Hochsensible können an gekitzelt werden nichts Lustiges finden. Für sie ist es einfach nur unangenehm und sollte daher - auch im Spaß - nicht gemacht werden.

 

 

 

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Praxis für Hochsensibilität Kiel

 

Linnea Carstensen

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

 

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